
Perlit
Perlit ist ein leichtes, weißes Granulat aus vulkanischem Gestein, das durch Erhitzen auf über 800 °C aufgebläht wird. Im Cannabisanbau wird es als Zuschlagstoff im Substrat eingesetzt, um Drainage und Belüftung der Wurzelzone zu verbessern. Perlit ist pH-neutral, chemisch inert und speichert keine Nährstoffe.
Wofür wird Perlit im Cannabisanbau verwendet?
Perlit erfüllt im Grow zwei Hauptfunktionen:
- Drainage: Überschüssiges Wasser kann schneller abfließen – das Risiko von Staunässe und Wurzelfäule sinkt
- Belüftung: Die poröse Struktur schafft Lufttaschen im Substrat, die Sauerstoff an die Wurzeln bringen
Typische Anwendungsfälle:
- Erde-Perlit-Mischung: 10–30 % Perlit werden unter die Erde gemischt
- Kokos-Perlit-Mischung: 70 % Kokos, 30 % Perlit ist eine beliebte Kombination für Tropfbewässerung
- Reines Perlit-Medium: In Hydroponik-Systemen als alleiniges Substrat mit kontinuierlicher Bewässerung
Welche Vorteile hat Perlit?
- pH-neutral: Beeinflusst den pH-Wert des Substrats nicht
- Leicht: Reduziert das Gesamtgewicht der Töpfe erheblich
- Strukturstabil: Zersetzt sich nicht und verdichtet nicht über die Zeit
- Kostengünstig: Günstiger Zuschlagstoff, der in großen Mengen verfügbar ist
- Steril: Frei von Pathogenen und Unkrautsamen
Gibt es Nachteile?
- Kein Nährstoffspeicher: Perlit puffert keine Düngung – die gesamte Versorgung muss über die Nährlösung erfolgen
- Staubt: Trockenes Perlit staubt beim Anmischen – Staubmaske empfohlen
- Schwimmt auf: Bei starker Bewässerung kann Perlit an die Substratoberfläche gelangen
- Keine Wasserhaltefähigkeit: Im Vergleich zu Vermiculit oder Kokos speichert Perlit kaum Wasser
Was ist der Unterschied zu Vermiculit?
Vermiculit speichert deutlich mehr Wasser und Nährstoffe, bietet aber weniger Drainage. Perlit ist die bessere Wahl, wenn Sauerstoffversorgung und Abfluss im Vordergrund stehen – besonders in Kombination mit feuchtigkeitshaltenden Substraten wie Kokos oder torfhaltiger Erde.
Häufige Fragen zu Perlit
Perlit wird Erde oder Kokos beigemischt (10-30 %), um die Drainage zu verbessern, Staunässe zu verhindern und die Wurzelatmung durch bessere Belüftung zu fördern.
Ja, reiner Perlit eignet sich für Hydroponik-Systeme wie Tropfbewässerung. Die Nährstoffe müssen dann vollständig über die Nährlösung zugeführt werden.