
Kokos-Substrat (Coco)
Kokos-Substrat (Cocos, Coco Coir) ist ein aus Kokosfasern gewonnenes Anbaumedium für den Cannabisanbau. Es ist inert – enthält also keine eigenen Nährstoffe – und wird ähnlich wie Hydroponik mit gezielter Nährlösung versorgt. Kokos bietet exzellente Drainage, gute Luftkapazität und ist biologisch abbaubar.
Warum ist Kokos im Cannabisanbau beliebt?
Kokos-Substrat vereint Vorteile von Erde und Hydroponik:
- Luftige Struktur: Gute Sauerstoffversorgung der Wurzeln, schnelles Wurzelwachstum
- Hohe Wasserspeicherung: Hält Feuchtigkeit, ohne staunass zu werden
- pH-neutral: Ausgangswert um 5,5–6,5, gut steuerbar
- Nachhaltig: Nachwachsender Rohstoff, biologisch abbaubar
- Steril: Weniger Schädlings- und Krankheitsdruck als bei Erde
Worauf muss beim pH- und EC-Management geachtet werden?
Da Kokos keine eigenen Nährstoffe enthält, übernimmt der Grower die vollständige Nährstoffversorgung über die Düngung. Dabei sind zwei Werte entscheidend:
- pH-Wert: Optimaler Bereich 5,5–6,5. Außerhalb dieses Bereichs können Pflanzen bestimmte Nährstoffe nicht aufnehmen – Nährstoffmangel ist die Folge
- EC-Wert (Electrical Conductivity): Misst die Nährstoffkonzentration im Gießwasser. Zu hoch: Gefahr von Nährstoffbrand. Zu niedrig: Unterversorgung
Regelmäßige Messung von pH und EC im Drain (Ablaufwasser) zeigt, ob die Pflanze die Nährstoffe aufnimmt oder sich Salze im Substrat anreichern.
Wie wird Kokos-Substrat vorbereitet?
Vor der Verwendung sollte Kokos:
- Gewässert werden: Gepresstes Kokos mit Wasser aufquellen lassen
- Gespült werden: Überschüssige Salze (Natrium) mit pH-reguliertem Wasser ausspülen – siehe Spülen
- Gepuffert werden: Mit Calcium-Magnesium-Lösung vorbehandeln, da Kokos Calcium bindet
Welche Nährstoffe braucht Cannabis in Kokos?
Die NPK-Versorgung erfolgt über Flüssigdünger. Kokos-spezifische Dünger berücksichtigen den erhöhten Calcium- und Magnesiumbedarf. Die Nährstoffgabe wird in der Vegetationsphase und Blütephase an den jeweiligen Bedarf angepasst.
Häufige Fragen zu Kokos-Substrat (Coco)
Kokos bietet hohe Wasserhaltung bei guter Drainage, ist wiederverwendbar und erlaubt präzise Nährstoffsteuerung. Es ist ein Kompromiss zwischen Erde und reiner Hydroponik.
Kokos ist nährstoffneutral – alle Nährstoffe müssen über die Nährlösung zugeführt werden. Regelmäßige pH-Kontrolle (5,5–6,5) und EC-Messung sind zwingend erforderlich.