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Decarboxylierung

Decarboxylierung ist die Aktivierung von Cannabinoiden durch Hitze. Dabei wird die Carboxylgruppe (COOH) von THCA bzw. CBDA abgespalten, sodass psychoaktives THC bzw. CBD entsteht.

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Kategorie: Anbau & Grow

Die Decarboxylierung ist ein chemischer Prozess, bei dem durch Hitzeeinwirkung (ca. 110–130 °C) eine Carboxylgruppe von Cannabinoiden abgespalten wird. Dadurch werden die inaktiven Säureformen – vor allem THCA und CBDA – in die wirksamen Formen THC und CBD umgewandelt, die mit dem Endocannabinoidsystem interagieren.

Warum muss Cannabis decarboxyliert werden?

Die Cannabispflanze produziert Cannabinoide primär in ihrer Säureform: THCA statt THC, CBDA statt CBD. Diese Säureformen binden nicht an CB1-Rezeptoren und erzeugen keine psychoaktive Wirkung. Erst durch thermische Decarboxylierung wird die Carboxylgruppe (–COOH) abgespalten und die biologisch aktive Form freigesetzt.

Beim Rauchen oder Verdampfen geschieht dieser Prozess automatisch durch die Verbrennungs- bzw. Verdampfungstemperatur.

Bei welcher Temperatur findet Decarboxylierung statt?

Die optimalen Parameter variieren je nach Cannabinoid:

  • THCA → THC: ca. 110–120 °C für 30–45 Minuten
  • CBDA → CBD: ca. 120–140 °C für 40–60 Minuten
  • Verdampfen: 180–210 °C – sofortige Decarboxylierung beim Inhalieren

Zu hohe Temperaturen (über 150 °C bei längerer Einwirkung) bauen Cannabinoide weiter ab: THC oxidiert zu CBN, was den Wirkstoffgehalt verändert.

Was ist der Unterschied zwischen THCA und THC?

EigenschaftTHCA (Säureform)THC (decarboxyliert)
PsychoaktivNeinJa
In der PflanzeHauptformSpuren
Nach ErhitzenWird umgewandeltStabile Form
RezeptorbindungKeine CB1-AffinitätBindet an CB1

Warum ist das für CSC-Mitglieder relevant?

Der bei der Abgabe angegebene Wirkstoffgehalt einer Sorte bezieht sich auf den Gesamt-THC-Gehalt – also die Summe aus THC und dem decarboxylierbaren THCA-Anteil. Das Verständnis dieses Zusammenhangs hilft bei der verantwortungsvollen Dosierung.

Häufige Fragen zu Decarboxylierung