
Cannabispflanze
Die Cannabispflanze gehört zur Gattung Cannabis aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Sie umfasst die drei Haupttypen Indica, Sativa und Ruderalis und wird seit Jahrtausenden als Nutz- und Heilpflanze kultiviert. Im Kontext des KCanG ist sie die Ausgangsbasis für alle regulierten Cannabisprodukte.
Wie ist die Cannabispflanze aufgebaut?
Die Cannabispflanze besitzt charakteristische Merkmale:
- Blätter: Typisch gefiederte Blattform mit gezackten Rändern – Blattbreite variiert je nach Indica- oder Sativa-Ausprägung
- Blüten: Bilden sich an weiblichen Pflanzen – Sitz der Trichome, die Cannabinoide und Terpene produzieren
- Stängel: Faserreich, enthält kaum Wirkstoffe
- Wurzeln: Bilden die Wurzelzone und nehmen Nährstoffe auf
Für die Cannabisproduktion in Anbauvereinigungen sind ausschließlich weibliche Pflanzen relevant, da nur sie wirkstoffreiche Blüten ausbilden.
Welche Cannabistypen gibt es?
Die drei klassischen Typen unterscheiden sich in Wuchsform und Eigenschaften:
- Indica: Kompakt, breitblättrig, kürzere Blütephase (6–9 Wochen)
- Sativa: Schlank, hochgewachsen, längere Blütezeit (10–14 Wochen)
- Ruderalis: Wildform, klein, Autoflowering – blüht unabhängig von der Photoperiode
In der modernen Zucht sind die meisten verfügbaren Strains Hybride, die Eigenschaften verschiedener Typen kombinieren.
Wie definiert das KCanG die Cannabispflanze?
Das KCanG unterscheidet zwischen verschiedenen Teilen und Formen:
- Marihuana (§1 Nr. 4): Getrocknete Blüten und blütennahe Blätter
- Haschisch (§1 Nr. 5): Abgesondertes Harz
- Vermehrungsmaterial (§1 Nr. 7): Samen und Stecklinge
- Nutzhanf: Cannabis mit weniger als 0,3 % THC – ausgenommen vom KCanG
Welche Rolle spielt die Pflanze im Endocannabinoidsystem?
Die Cannabispflanze produziert Phytocannabinoide (THC, CBD und über 100 weitere), die mit dem Endocannabinoidsystem des menschlichen Körpers interagieren. Diese biochemische Kompatibilität ist der Grund für die vielfältigen Wirkungen von Cannabis.
Häufige Fragen zu Cannabispflanze
Die Gattung Cannabis umfasst die Typen Indica (kompakt), Sativa (schlank, hoch) und Ruderalis (autoflowering, kleinwüchsig). Moderne Sorten sind meist Hybride dieser Typen.
Cannabis produziert über 100 Cannabinoide (THC, CBD, CBG, CBN), Terpene (Myrcen, Limonen, Pinene) und Flavonoide in den Trichomen der Blüten und blütennahen Blätter.