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Vermehrungsmaterial

Vermehrungsmaterial umfasst z.B. Samen und Stecklinge. Herkunft, Bezug und Verwendung sind im Clubkontext typischerweise nachweispflichtig.

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Kategorie: Anbau & Grow

Vermehrungsmaterial umfasst nach §1 Nr. 7 KCanG Samen und Stecklinge von Cannabispflanzen. Im Gegensatz zu fertigem Cannabis unterliegt Vermehrungsmaterial eigenen Bezugs- und Abgaberegeln. Anbauvereinigungen dürfen pro Mitglied und Monat maximal 7 Samen oder 5 Stecklinge weitergeben (§20 Abs. 3 KCanG).

Was zählt als Vermehrungsmaterial nach dem KCanG?

Das Konsumcannabisgesetz definiert Vermehrungsmaterial als Samen und Stecklinge. Dabei sind Stecklinge als Jungpflanzen oder Sprossteile ohne Blüten- oder Fruchtstände definiert (§1 Nr. 6 KCanG). Sobald eine Pflanze Blütenstände ausbildet, gilt sie nicht mehr als Vermehrungsmaterial, sondern als Cannabis.

Entscheidend: Vermehrungsmaterial fällt nicht unter die üblichen Besitz- und Abgabemengen für Cannabis. Es gelten eigene Regelungen, die speziell auf die Weitergabe zwischen Anbauvereinigungen und an Mitglieder zugeschnitten sind.

Welche Abgabelimits gelten für Vermehrungsmaterial?

Die monatlichen Obergrenzen nach §20 Abs. 3 KCanG sind klar geregelt:

  • Maximal 7 Samen pro Mitglied und Monat, oder
  • Maximal 5 Stecklinge pro Mitglied und Monat

Die Abgabe erfolgt zum Selbstkostenpreis. Eine gleichzeitige Abgabe von Samen und Stecklingen im selben Monat ist nicht vorgesehen – es gilt entweder/oder.

Woher dürfen Anbauvereinigungen Vermehrungsmaterial beziehen?

Cannabis Social Clubs dürfen Vermehrungsmaterial aus drei Quellen beziehen:

  • Eigene Produktion aus Mutterpflanzen oder Samengewinnung
  • Andere Anbauvereinigungen innerhalb Deutschlands
  • EU-Saatguthandel – Bezug aus dem EU-Ausland ist zulässig

Jeder Bezug muss dokumentiert werden: Lieferant, Menge, Datum und Art des Materials sind Bestandteil der Dokumentationskette nach §26 KCanG. Die Aufbewahrungspflicht beträgt 5 Jahre.

Wie wird Vermehrungsmaterial dokumentiert?

Die lückenlose Nachverfolgung ist Pflicht. Im Rahmen von Track & Trace wird jedes Vermehrungsmaterial von der Herkunft über den Anbau bis zur Abgabe erfasst. Mit einer CSC-Software wie Cannanas lässt sich dieser Prozess digital abbilden – inklusive automatischer Mengenprüfung und revisionssicherer Protokollierung.

Häufige Fragen zu Vermehrungsmaterial