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Dokumentationskette

Eine Dokumentationskette verknüpft alle relevanten Ereignisse – von Saatgut-Herkunft über Anbau und Ernte bis zur Abgabe – so dass jeder Verarbeitungsschritt lückenlos nachvollziehbar bleibt.

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Kategorie: Regulierung & Compliance

Die Dokumentationskette verknüpft alle relevanten Ereignisse – von der Saatgut-Herkunft über Anbau und Ernte bis zur Abgabe an Mitglieder – so dass jeder Verarbeitungsschritt lückenlos nachvollziehbar bleibt. Sie ist eine gesetzliche Pflicht nach §26 KCanG mit 5 Jahren Aufbewahrungsfrist.

Welche Dokumentationspflichten schreibt das KCanG vor?

§26 KCanG definiert detailliert, was Anbauvereinigungen dokumentieren müssen:

  • Lieferanten: Name, Vorname und Anschrift aller Vermehrungsmaterial-Lieferanten
  • Bestandsmengen: Cannabis und Vermehrungsmaterial im Besitz der Anbauvereinigung
  • Anbauprotokoll: Mengen angebautes Cannabis
  • Vernichtungsprotokoll: Mengen vernichtetes Cannabis oder Vermehrungsmaterial
  • Abgabedaten: Name, Vorname und Geburtsjahr jedes Empfängers, abgegebene Menge, THC-Gehalt und Datum
  • Transportdaten: Dokumentation aller Transporte (Transportbescheinigung)

Wie lange müssen Dokumente aufbewahrt werden?

Alle dokumentationspflichtigen Daten müssen 5 Jahre aufbewahrt werden. Zusätzlich muss jede Anbauvereinigung einen jährlichen Bericht bis zum 31. Januar an die zuständige Behörde übermitteln.

Diese Aufbewahrungspflicht gilt auch nach Beendigung des Betriebs – der Vorstand bleibt verantwortlich.

Warum ist eine lückenlose Dokumentationskette so wichtig?

Die Dokumentationskette dient mehreren Zwecken:

  • Behördenprüfungen: Die zuständige Behörde kann jederzeit Einblick verlangen – lückenlose Dokumentation schützt vor Bußgeldern und Lizenzentzug
  • Qualitätssicherung: Bei Qualitätsproblemen lassen sich betroffene Chargen und Empfänger identifizieren
  • Rückverfolgbarkeit: Track & Trace vom Samen bis zur Abgabe
  • Mengenkontrolle: Überprüfung der Abgabemengen und Monatslimits

Wie lässt sich die Dokumentationskette digital umsetzen?

Papierbasierte Dokumentation ist bei bis zu 500 Mitgliedern und täglichen Abgaben kaum praktikabel. Digitale Cannabis Social Club-Software bildet die gesamte Dokumentationskette automatisiert ab – revisionssicher, durchsuchbar und jederzeit exportierbar für Behördenberichte.

Häufige Fragen zu Dokumentationskette