
Terpene
Terpene sind natürliche Aromastoffe, die in der Cannabispflanze vorkommen und maßgeblich Geruch, Geschmack und Charakter eines Strains bestimmen. Neben Cannabinoiden wie THC und CBD gelten Terpene als wichtiger Qualitätsindikator – ihr Profil ist ein Unterscheidungsmerkmal zwischen Sorten und ein Zeichen für sorgfältigen Anbau.
Was sind Terpene und wo kommen sie vor?
Terpene sind flüchtige organische Verbindungen, die in den Trichomen der Cannabisblüte produziert werden – denselben Drüsen, die auch Cannabinoide bilden. Sie dienen der Pflanze als Schutz gegen Fressfeinde und zur Anlockung von Bestäubern.
Die häufigsten Cannabis-Terpene:
- Myrcen: Erdiges, moschusartiges Aroma – das am häufigsten vorkommende Terpen in Cannabis
- Limonen: Zitrusartiges Aroma, kommt auch in Zitrusfrüchten vor
- Linalool: Blumiger, lavendelartiger Duft
- Caryophyllen: Pfeffrige, würzige Note – bindet an CB2-Rezeptoren
- Pinen: Frisches, kiefernartiges Aroma
Warum ist das Terpenprofil für die Qualität wichtig?
Das Terpenprofil beeinflusst nicht nur das Aroma, sondern potenziell auch die Wirkung. Der sogenannte „Entourage-Effekt" beschreibt das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen:
- Sorten-Identität: Das Terpenprofil macht einen Strain erkennbar und unterscheidbar
- Mitgliederpräferenz: Viele Mitglieder wählen Cannabis nach Geruch und Geschmack aus
- Qualitätsindikator: Ein reiches Terpenprofil deutet auf sorgfältigen Anbau, korrekte Trocknung und gutes Curing hin
Wie werden Terpene im Anbau erhalten?
Terpene sind flüchtig und empfindlich gegenüber Hitze, Licht und Oxidation. Maßnahmen zum Schutz:
- Blütephase: Optimale Klimabedingungen (20–26 °C) fördern die Terpenproduktion
- Erntezeitpunkt: Am frühen Morgen ernten, wenn die Terpene am konzentriertesten sind
- Trocknung: Langsam bei niedrigen Temperaturen (18–22 °C), um flüchtige Terpene zu schonen
- Curing: Kontrollierte Reifung entwickelt das Aromaprofil weiter
- Lagerung: Dunkel, kühl und luftdicht
Wie werden Terpene analysiert?
Die Terpenanalyse ist Teil der Laboranalyse und ergänzt die Bestimmung von Cannabinoiden. Mittels Gaschromatographie werden die einzelnen Terpene identifiziert und quantifiziert. Die Ergebnisse werden der Charge zugeordnet und in der Dokumentationskette erfasst – ein Beitrag zur Qualitätssicherung und zur transparenten Information der Mitglieder.
Häufige Fragen zu Terpene
Terpene sind natürliche Aromastoffe, die Geruch und Geschmack jeder Sorte prägen. Bekannte Terpene sind Myrcen, Limonen, Linalool und Pinen – sie kommen auch in anderen Pflanzen vor.
Terpene bestimmen das sensorische Profil und können in Kombination mit Cannabinoiden die Gesamtwirkung beeinflussen (Entourage-Effekt). Terpenprofile sind Teil der Sortenbeschreibung.