
Laboranalyse (Labortest)
Die Laboranalyse bestimmt den Gehalt von THC, CBD und weiteren Cannabinoiden sowie mögliche Verunreinigungen in Cannabis. Nach §18 KCanG sind Anbauvereinigungen verpflichtet, den Wirkstoffgehalt jeder Charge vor der Abgabe an Mitglieder analytisch bestimmen zu lassen – ein zentraler Baustein der gesetzlichen Compliance.
Was wird bei einer Laboranalyse untersucht?
Eine vollständige Laboranalyse für Cannabis umfasst typischerweise:
- Cannabinoid-Profil: THC- und CBD-Gehalt (sowie THCA, CBDA, CBG, CBN)
- Terpenprofil: Identifikation und Quantifizierung der dominanten Aromaterpene
- Mikrobiologie: Prüfung auf Schimmel, Hefen und Bakterien
- Schwermetalle: Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen
- Pestizide: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
- Restfeuchtigkeit: Wassergehalt der Probe
Welche gesetzlichen Anforderungen gelten nach §18 KCanG?
Das Konsumcannabisgesetz schreibt vor, dass der Wirkstoffgehalt jeder abzugebenden Charge bestimmt werden muss. Konkret:
- THC- und CBD-Gehalt müssen auf der Verpackung oder bei der Abgabe angegeben werden
- Für Mitglieder unter 21 darf der THC-Gehalt maximal 10 % betragen (§19 Abs. 3)
- Die Analyse muss vor der Abgabefreigabe erfolgen
- Dokumentation: Analyseergebnisse werden der Charge zugeordnet und sind Teil der Dokumentationskette nach §26 KCanG
Wie läuft eine Laboranalyse ab?
Der typische Ablauf für Cannabis Social Clubs:
- Probennahme: Repräsentative Probe aus der fertigen Charge entnehmen
- Versand: Probe an ein akkreditiertes Labor senden
- Analyse: Labor führt die gewünschten Tests durch (typisch 3–7 Werktage)
- Ergebnis: Analysezertifikat mit Werten für alle getesteten Parameter
- Dokumentation: Ergebnisse im Track & Trace-System der Charge zuordnen
- Freigabe: Charge erst nach positivem Befund zur Abgabe freigeben
Warum ist die Laboranalyse für die Qualitätssicherung unverzichtbar?
Die Laboranalyse schützt Mitglieder und Club gleichermaßen:
- Gesundheitsschutz: Verunreinigungen und mikrobiologische Belastungen werden erkannt
- Rechtssicherheit: Einhaltung der THC-Grenzwerte für Heranwachsende ist nachweisbar
- Transparenz: Mitglieder kennen den genauen Wirkstoffgehalt ihres Cannabis
- Rückverfolgbarkeit: Analyseergebnisse sind Teil der Qualitätssicherung und über die Chargennummer jederzeit abrufbar
Mit einer CSC-Software wie Cannanas lassen sich Laborergebnisse direkt einer Charge zuordnen und bei der Abgabe automatisch anzeigen.
Häufige Fragen zu Laboranalyse (Labortest)
CSCs lassen typischerweise THC/CBD-Gehalte bestimmen und prüfen auf Verunreinigungen wie Pestizide, Schwermetalle, Schimmel und Lösungsmittelrückstände.
Analysen sollten pro Charge durchgeführt werden, um Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Das KCanG fordert die Dokumentation von THC-Gehalten pro Empfänger (§26 KCanG).