
Terpenprofil
Das Terpenprofil beschreibt die Gesamtheit der Terpene und ihre mengenmäßige Zusammensetzung in einer Cannabissorte. Es bestimmt Aroma, Geschmack und beeinflusst über den Entourage-Effekt die Wirkung eines Strains – und gilt zunehmend als aussagekräftigeres Qualitätsmerkmal als die reine Indica/Sativa-Klassifizierung.
Welche Terpene dominieren bei Cannabis?
Die häufigsten Terpene in Cannabis und ihre charakteristischen Eigenschaften:
- Myrcen: Erdig, moschusartig – das häufigste Cannabis-Terpen, assoziiert mit entspannenden Effekten
- Limonen: Zitrusartig – stimmungsaufhellend, in vielen Sativa-dominanten Hybriden
- Linalool: Blumig, lavendelartig – beruhigend, angstlösend
- Caryophyllen: Pfeffrig, würzig – einziges Terpen, das an CB2-Rezeptoren im Endocannabinoidsystem bindet
- Pinen: Kiefern-/Nadelbaumaroma – konzentrationsfördernd
- Humulen: Hopfig, erdig – appetitzügelnd, entzündungshemmend
Warum ist das Terpenprofil so wichtig?
Das Terpenprofil gewinnt in der Cannabis-Bewertung an Bedeutung:
- Wirkungssteuerung: Terpene modulieren, wie Cannabinoide im Körper wirken – das gleiche THC-Level kann je nach Terpenprofil sehr unterschiedliche Erlebnisse erzeugen
- Sortenerkennung: Das Terpenprofil ist wie ein „Fingerabdruck" einer Sorte
- Qualitätsindikator: Ein komplexes Profil deutet auf gute Genetik, optimalen Erntezeitpunkt und sorgfältiges Curing hin
Wie wird das Terpenprofil bestimmt?
Die Terpenanalyse erfolgt im Rahmen der Laboranalyse:
- Gaschromatographie (GC): Standardmethode zur Identifikation und Quantifizierung einzelner Terpene
- Ergebnis: Liste der enthaltenen Terpene mit prozentualer Konzentration
- Chargenzuordnung: Die Analyse wird einer Charge zugeordnet und dokumentiert
Welche Bedeutung hat das Terpenprofil für den CSC?
In Anbauvereinigungen hilft das Terpenprofil bei der Sortenkommunikation an Mitglieder. Statt rein auf THC-Gehalt zu setzen, bietet das Profil differenziertere Information für die Sortenwahl. Im Cannanas-System wird das Terpenprofil als Teil der Chargendaten erfasst und kann mit der Qualitätssicherung verknüpft werden.
Häufige Fragen zu Terpenprofil
Das Terpenprofil bestimmt Geruch und Geschmack einer Sorte und beeinflusst über den Entourage-Effekt die Wirkung – es kann z. B. beruhigend (Myrcen) oder anregend (Limonen) wirken.
Durch Laboranalysen (Gaschromatographie) werden Art und Anteil der einzelnen Terpene gemessen. CSCs können dies zur Qualitätssicherung und Sortencharakterisierung nutzen.