
CBG (Cannabigerol)
CBG (Cannabigerol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das als biochemischer Vorläufer aller anderen Cannabinoide gilt und daher als „Stammzelle der Cannabinoide" bezeichnet wird. In der Cannabispflanze liegt es zunächst als CBGA vor, aus dem durch enzymatische Umwandlung THCA, CBDA und CBCA entstehen.
Warum wird CBG als Stammzelle bezeichnet?
CBGA (Cannabigerolsäure) steht am Anfang der Cannabinoid-Biosynthese. Drei spezifische Enzyme wandeln CBGA in die Vorstufen der drei Hauptcannabinoide um:
- THCA-Synthase: CBGA → THCA → THC (durch Decarboxylierung)
- CBDA-Synthase: CBGA → CBDA → CBD
- CBCA-Synthase: CBGA → CBCA → CBC
Da CBGA im Laufe der Reifung fast vollständig umgewandelt wird, enthalten reife Cannabispflanzen typischerweise nur 1–2 % CBG.
Welche Eigenschaften hat CBG?
CBG interagiert mit dem Endocannabinoidsystem, ohne psychoaktive Wirkung zu erzeugen. Präklinische Studien deuten auf folgende Eigenschaften hin:
- Entzündungshemmend
- Antibakteriell (Studien zu MRSA-Erregern)
- Neuroprotektiv
- Appetitanregend
Die Forschung befindet sich noch in einem frühen Stadium – klinische Humanstudien sind begrenzt.
Wie wird CBG-reiches Cannabis angebaut?
Um höhere CBG-Gehalte zu erzielen, setzen Züchter auf:
- Frühe Ernte: CBG-Konzentration ist vor der vollständigen Reifung am höchsten, bevor die Enzyme CBGA in andere Cannabinoide umwandeln
- CBG-dominante Sorten: Speziell gezüchtete Kreuzungen, bei denen die Synthase-Enzyme weniger aktiv sind
- Gezielte Genetik: F1-Generationen mit stabilem CBG-Profil
Welche Rolle spielt CBG im Entourage-Effekt?
Als Bestandteil des Vollspektrums trägt CBG zum Entourage-Effekt bei. Im Zusammenspiel mit THC, CBD und Terpenen kann es die Gesamtwirkung einer Sorte beeinflussen – ein Aspekt, der bei der Angabe des Wirkstoffgehalts zunehmend Beachtung findet.
Häufige Fragen zu CBG (Cannabigerol)
CBG (Cannabigerol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid und Vorläufer von THC, CBD und CBC. In der jungen Pflanze liegt es als CBGA vor und wird enzymatisch umgewandelt.
Weil CBGA während der Blüte größtenteils in THCA, CBDA oder CBCA umgewandelt wird. Hohe CBG-Werte finden sich nur in speziell gezüchteten Sorten oder bei sehr früher Ernte.