
SOG (Sea of Green)
SOG (Sea of Green) ist eine Anbaumethode, bei der viele kleine Cannabispflanzen auf engem Raum kultiviert werden. Die Vegetationsphase wird bewusst kurz gehalten, sodass die Pflanzen früh in die Blütephase übergehen. Ziel ist eine schnelle Ernterotation mit gleichmäßigem Canopy aus einzelnen Hauptblüten (Colas).
Wie funktioniert Sea of Green?
Das Grundprinzip: Statt wenige große Pflanzen lange wachsen zu lassen, werden viele Stecklinge oder Jungpflanzen auf engem Raster platziert:
- Pflanzendichte: 4–16 Pflanzen pro m², je nach Strain
- Kurze Veg-Phase: Nur 1–2 Wochen, bis die Pflanzen 15–25 cm hoch sind
- Kein Training: Weder Topping noch LST – jede Pflanze bildet eine Hauptcola
- Gleichmäßiges Canopy: Alle Pflanzenspitzen auf gleicher Höhe für maximale PPFD-Nutzung
Welche Vorteile hat SOG?
- Schnellere Rotation: Gesamtzyklen von 8–10 Wochen sind möglich
- Mehr Ernten pro Jahr: Ideal für Anbauvereinigungen mit hohem Bedarf
- Geringere Raumhöhe nötig: Pflanzen bleiben klein, der Growraum kann niedriger sein
- Einfache Standardisierung: Genetisch identische Klone liefern einheitliche Chargen
Welche Nachteile gibt es?
- Viele Pflanzen nötig: Erfordert eine verlässliche Versorgung mit Stecklingen von Mutterpflanzen
- Höherer Dokumentationsaufwand: Mehr Pflanzen bedeuten mehr Einträge im Growtagebuch
- Schimmelrisiko: Hohe Pflanzendichte kann die Luftzirkulation einschränken – gute Umluft ist essenziell
- Weniger flexibel: Verschiedene Strains mit unterschiedlicher Wuchshöhe lassen sich schwer kombinieren
Für wen eignet sich SOG?
SOG ist besonders geeignet für Indoor-Anbau mit begrenzter Fläche und dem Ziel maximaler Erntefrequenz. In Kombination mit Tropfbewässerung und automatisierter Klimasteuerung lässt sich der Arbeitsaufwand pro Pflanze minimieren.
Häufige Fragen zu SOG (Sea of Green)
Bei SOG werden viele Stecklinge oder Sämlinge nach kurzer Vegetationsphase (1-2 Wochen) in die Blüte geschickt. Die Pflanzen bilden hauptsächlich eine zentrale Blüte (Cola) und füllen die Fläche schnell.
SOG verkürzt die Gesamtzykluszeit, maximiert den Ertrag pro Quadratmeter und eignet sich besonders für Stecklinge von bewährten Mutterpflanzen im CSC-Betrieb.